Die Zusammenarbeit zwischen BMW, Solid Power und Samsung SDI unternimmt einen wichtigen Schritt in Richtung der Festkörperbatterien (ASSB) – vom Labor auf die Straße. Ziel ist es, Zellen mit höherer Energiedichte und überlegener Sicherheit in Testfahrzeugen der nächsten Generation des bayerischen Herstellers zu erproben, mit besonderem Fokus auf deren Einsatz in Europa.
Wie vereinbart, Solid Power wird einen schwefelbasierten Festelektrolyten liefern.Samsung SDI wird Zellen aus diesem Material herstellen, und BMW übernimmt die Integration in Module und Gehäuse für Praxistests. Dieser Schritt markiert den Übergang von Machbarkeitsstudien mit Pilotzellen zu … Validierungen mit der Fertigung durch einen Großlieferanten.
Was die Vereinbarung beinhaltet und wie die Funktionen verteilt sind

Die drei Parteien haben einen Rahmen definiert für Leistung, Sicherheit und Haltbarkeit bewerten von ASSB-Zellen gemäß gemeinsamen Parametern und deren Integration in Testfahrzeuge. Die Vereinbarung erwähnt ausdrücklich die Entwicklung von Module und Pakete von BMW für diese Zellen, ein wichtiger Schritt bei der Messung ihrer Eignung auf realen Plattformen.
In früheren Phasen arbeitete BMW mit Solid Power-Festkörperzellen, die in sehr kleinem Maßstab gefertigt wurden. Die Beteiligung von Samsung SDI – als Hersteller mit industrieller Kapazität – ermöglicht es ihnen nun, von reinen Funktionstests zu übergehen. Zellen, die mit Blick auf ihre zukünftige Kommerzialisierung entwickelt wurden, wodurch die von der Automobilindustrie geforderten Rückverfolgbarkeits- und Qualitätsstandards eingehalten werden.
Die Vereinbarung verknüpft komplementäre Kompetenzen: Werkstoffe und Elektrolyte (Solid Power), Zellfertigung (Samsung SDI) und Fahrzeugintegration (BMW)Diese Rollenteilung etabliert ein praktisches Wertschöpfungskettenmodell, um die Festkörpertechnologie in der Automobilindustrie zu beschleunigen.
Technische Kompatibilität: BMW Zellformate und Architekturen

Die ASSB-Zellen von Samsung SDI sind so konzipiert, dass prismatisches FormatWährend der neue iX3-Akku mit seiner Zell-zu-Pack-Architektur zylindrische Zellen verwendet, setzt BMW weiterhin auf prismatische Zellen in Fahrzeugen auf Basis der CLAR-PlattformDaher beginnt die Designkompatibilität nicht bei null.
BMW hatte bereits Versuche mit Festkörperzellen in einem BMW i7 TestDabei kamen Pilotanlagen von Solid Power zum Einsatz. Mit dem neuen Verfahren basieren die Tests auf Zellen von Samsung SDI, was die industrielle Reife erhöht und die Validierung näher an die Bedingungen der Serienproduktion heranführt.
Dieser Kontrast der Formate und Architekturen wird dazu beitragen, das beste Gleichgewicht zwischen EnergiedichteVerpackung und SicherheitStück für Stück, bevor es schließlich in kommerziellen Serien eingesetzt wird.
Zeitplan, Pilotlinien und Produktionsziel

Samsung SDI hat ein Pilotlinie Das Unternehmen hat sein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Suwon eingerichtet und noch im selben Jahr mit der Herstellung von Prototypen für verschiedene Evaluierungen begonnen. Absicht, die Massenproduktion von ASSB im Jahr 2027 aufzunehmen, ein Meilenstein, der mit den Zielen dieses Bündnisses übereinstimmt.
Der unmittelbare Plan sieht die Integration der Zellen vor in Evaluierungsfahrzeuge der nächsten Generation Die BMW Group optimiert Leistung, Sicherheit und Lebensdauer. Parallel dazu werden die Produktionsprozesse weiterentwickelt, um Produktionsvolumen und Qualität zu steigern.
In Europa konzentriert BMW seine Zellkompetenz auf die Batteriezellen-Kompetenzzentrum (BCCC) in München und betreibt in Parsdorf eine Prototypenlinie unter Lizenz der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Solid Power, die Tests und Anpassungen anhand industrieller Kriterien auf europäischem Gebiet ermöglicht.
Eine langjährige Beziehung zwischen den drei Unternehmen

Die Beziehung zwischen BMW und Solid Power begann im Jahr 2016 Diese Partnerschaft wurde 2022 durch ein Technologietransferabkommen weiter gestärkt. Darüber hinaus investierte BMW 2021 in Solid Power und festigte damit einen langfristigen Kooperationsrahmen zur Beschleunigung der Entwicklung. ASSB-Technologie in der Automobilindustrie.
BMW und Samsung SDI arbeiten seit 2009als das koreanische Unternehmen als Batterielieferant der Gruppe ausgewählt wurde. Bis dahin hatte Samsung SDI die Festkörpertechnologie unabhängig entwickelt; mit dieser Vereinbarung Die drei Unternehmen formalisieren eine gemeinsame Anstrengung um die Technologie im Hinblick auf ihre Kommerzialisierung zu evaluieren und weiterzuentwickeln.
Sprecher der drei Unternehmen haben betont, dass die Kombination aus Fachkenntnisse in den Bereichen Werkstoffe, Fertigung und Integration Ziel ist es, die Einführung der Festkörpertechnologie in Elektrofahrzeugen zu beschleunigen und dabei den Fokus auf Sicherheit, Leistung und industrielle Skalierbarkeit zu richten.
Herausforderungen im Bereich der Festkörpertechnologie und nächste Schritte in Europa

Obwohl Festkörperbatterien darauf hindeuten höhere Energiedichte und geringeres thermisches RisikoEs bestehen jedoch weiterhin Herausforderungen. Analysen beziffern die aktuellen Herstellungskosten auf zwischen 3 und 5 mal diejenige über Flüssigelektrolytbatterien und die Investitionen in Anlagen zwischen 10 und 20 mal überlegen, was uns dazu zwingt, das Volumen zu erhöhen und die Prozesse zu optimieren.
Neben den Kosten bestehen weiterhin technische Probleme, wie zum Beispiel Langzeitbeständigkeit und Leistung bei niedrigen TemperaturenDie BMW–Samsung SDI–Solid Power Allianz will genau diese Lücken durch Fahrzeugvalidierung, Standardisierung und ein globales Wertschöpfungskettenmodell schließen, das die Integration in das europäische Ökosystem erleichtert.
Mit einem praxisorientierten Ansatz und durch die Verteilung wichtiger Aufgaben auf Materialien, Zellen und Systeme zielt die Kooperation darauf ab, ASSBs von Prototypen zu entwickeln. produktionsfertige Lösungen, abgestimmt auf die Sicherheits- und Leistungsanforderungen des europäischen Marktes für Elektrofahrzeuge.